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Ressourcenschonung als Zukunftsausgabe - Ansatzpunkte für eine systemische Ressourcenpolitik

Dass Ressourcenschonung eine zentrale Aufgabe der Politik ist, zeigt die nationale und internationale politische Agenda: In Deutschland, Europa und global gibt es politische Programme und Strategien, die zum Ziel haben, die Ressourceninanspruchnahme nachhaltig zu gestalten.
Denn die Menschen greifen durch die Nutzung natürlicher Ressourcen wesentlich in bestehende sozial-ökologische Systeme ein. Dabei hat insbesondere die Gewinnung und Inanspruchnahme von Rohstoffen eine Größenordnung erreicht, die drastische Schäden an der Natur verursacht und über Umweltverschmutzung oder Abbaumethoden auch Menschen schadet. Trotz der politischen Fortschritte ist seit Beginn der Industrialisierung die Menge an Rohstoffen, die wir für vielfältige Zwecke einsetzen – beispielsweise zum Bauen und zur Produktherstellung, als Energieträger und für die Ernährung – extrem angestiegen: Von 1970 bis 2015 hat sich die globale jährliche Entnahme an nichtmetallischen Mineralien, Metallerzen, fossilen Energieträgern und Biomasse auf mehr als 80 Milliarden Tonnen nahezu vervierfacht. Wenngleich nicht davon auszugehen ist, dass es einen irgendwie gearteten Kollaps geben wird, so führt die massive Rohstoff entnahme doch zu erheblichen Umweltbelastungen und birgt soziales und politisches Konfliktpotential.

Für die Weiterentwicklung der nationalen und internationalen Ressourcenpolitik wird es weiterhin darum gehen, wie Ressourcenschutz künftig effektiver und nachhaltiger werden kann sowie zu erkennen, welches die Kräfte sind, die den Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit verzögern und wie diesen begegnet werden kann. Diese Broschüre wird hierzu in Thesenform einige Vorschläge für die notwendige Debatte unterbreiten.

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Langfristszenarien und Potenziale zur Ressourceneffizienz in Deutschland im globalen Kontext – quantitative Abschätzungen mit dem Modell GINFORS

Das SimRess-Projekt verfolgte zwei zentrale Ziele. Inhaltlich sollten politische Maßnahmenpakete zur Steigerung der Ressourceneffizienz identifiziert und in dynamischen Modellsimulationen mit Zeithorizont bis zum Jahr 2050 simuliert werden. Methodisch sollte hierzu ein konsistenter Modellrahmen geschaffen werden, um Ansätze zur Verbesserung der Informationsbasis sowie des Berichtsumfangs bis dato existierender Modelle aufzuzeigen. Tatsächlich ist es in SimRess gelungen, einen Simulationsrahmen zu etablieren, welcher den bisherigen Stand der Wissenschaft deutlich übersteigt. Die jüngste Version des dynamischen Si-mulationsmodells GINFORS3, ermöglicht eine umfassende Abschätzung der umwelt-ökonomischen Effekte unterschiedlicher Politikmaßnahmen in Deutschland wie auch in anderen Volkswirtschaften: Auf einem umfassenden Multi-Regionalen Input-Output Datensatz basierend, repräsentiert GINFORS3 ein sog. dynami-sches EE-MRIO Modell mit globaler Abdeckung. Dies bedeutet, dass das Modell (u.a.) sowohl für biotische wie auch für abiotische Primärrohstoffe als auch für Treibhausgasemissionen die Entwicklung verschiedener globaler Footprint-Konzepte bis zum Jahr 2050 projizieren kann.
Der vorliegende Band des Abschlussberichts dient einer eigenständigen Vorstellung des im Verlauf des SimRess-Projekts etablierten Modellrahmens. Zudem werden die weitreichenden Möglichkeiten zum Einsatz des Modells zur Evaluation historischer Entwicklungen, zur Abschätzung aktueller Entwicklungstrends sowie zur Beurteilung zukünftiger Auswirkungen politischer Maßnahmen durch zahlreiche Anwendungsbeispielen illustriert.
Da das Modell die Auswirkungen von Einkommens- und weitergehenden systemischen Rebound-Effekten berücksichtigt, konnten wir in eigenen Simulationsstudien verdeutlichen, dass umfassende Steigerungen der gesamtwirtschaftlichen Primärrohstoffeffizienz in der Regel keine gleichwertigen absoluten Reduktionen des Primärrohstoffkonsums auslösen werden. Um eine weitreichende Entkopplung globaler Wohl-standsniveaus von globalen Extraktionsaktivitäten erreichen zu können, bedarf es vielmehr harmonisierter Politikansätze, um simultan sowohl angebotsseitige wie auch nachfrageorientierte Maßnahmen zur Reduk-tion von Primärrohstoff-Einsatz wie auch -Konsum zu entwickeln. Zur Weiterentwicklung des nationalen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess muss vor diesem Hintergrund dazu geraten werden, zukünftig ne-ben RMI-basierten Indikatoren auch den Indikator RMC mit in die Berichterstattung aufzunehmen.

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Potentiale und Kernergebnisse der Simulationen von Ressourcenschonung(spolitik) - Endbericht des Projekts „Modelle, Potentiale und Langfristszenarien für Ressourceneffizienz“ (SimRess)

Das Ausmaß der Nutzung natürlicher Ressourcen durch den Menschen stellt sozial-ökologische und sozio-technische Systeme gleichermaßen vor große Herausforderungen: Verfügbarkeitsrisiken, Schad-stoff- und Treibhausgas-Emissionen, Abfallaufkommen auf der einen Seite, aber auch Aspekte globaler Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Wohlfahrt auf der anderen Seite.
Um die potentiellen Auswirkungen zukünftiger ressourcenpolitisch relevanter Entwicklungen und Strategien auf relevante Umwelt- und Wirtschaftsindikatoren zu testen, wurden im SimRess-Projekt zunächst im Rahmen einer Trendanalyse solche Entwicklungen identifiziert, die zukünftig positiv wie negativ Einfluss auf die menschliche Nutzung natürlich Ressourcen in Deutschland bzw. global neh-men könnten. Diese Entwicklungen wurden dann in ressourcenrelevante Szenarien (ohne und mit Annahme weitergehender ressourcen- und klimapolitischer Anstrengungen) eingebettet, die dann als Rahmen für die Simulation potentieller Auswirkungen im ökonometrischen Modell GINFORS3 und im systemdynamischen Modell WORLD6 sowie in einem soft-link beider Modelle dienten.
Die Simulations-Ergebnisse machen einerseits deutlich, dass eine Fortschreibung bestehender res-sourcenpolitischer Bestrebungen auf der nationalen und internationalen Ebene einen wichtigen Bei-trag zur Steigerung von Rohstoffproduktivität, aber auch zu Wirtschaftswachstum leistet. Andererseits wurde festgestellt, dass bestehende Forderungen, bestimmte Zielwerte für eine Senkung des pro-Kopf-Ressourcenverbrauchs nur dann erreichbar scheinen, wenn das Ambitionsniveau nationaler und in-ternationaler Ressourcenpolitik gesteigert wird. Dazu gehört dann auch, dass neben Produktivitäts-steigerungen in Produktionsstrukturen auch tradierte Konsum- und Investitionsstrukturen verändert werden müssen. Entsprechend sollte das ressourcenpolitische Instrumentarium hin zu einem stärke-ren Einsatz ökonomischer und auch ordnungspolitischer Maßnahmen erweitert werden.

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"Sicherung der Konsistenz und Harmonisierung von Annahmen bei der kombinierten Modellierung von Ressourceninanspruchnahme und Treibhausgasemissionen" - Reader zum Erfahrungsaustausch im Rahmen des SimRess-Modellierer-Workshops am 7./8. April 2016 in Berlin

Als Instrument der Politikberatung spielen Simulationsmodelle eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die potentielle Wirksamkeit von Maßnahmen und Instrumenten zu bewerten. Dieser Reader dokumentiert die Vorträge und Diskussionen des Zweitägigen Expertenworkshops am 7./8. April 2016 im Ecologic Institut in Berlin – „Simulation Ressourceninanspruchnahme / Ressourceneffizienzpolitik“. Der Workshop hatte zum Ziel zu diskutieren ob und unter welchen Bedingungen unterschiedliche Modelle ähnliche Ergebnisse hervor bringen bzw. zu ergründen wodurch sich abweichende Ergebnisse erklären lassen. Schwerpunkte der Diskussionen lagen bei Kriterien wie Konsistenz, Kohärenz und Stringenz der Annahmen und Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Der Reader kann hier über die Website des UBA heruntergeladen werden

 

Präsentationen und Kurzdokumentation des Abschluss-Workshops "Ressourcenschonung und Rohstoffproduktivität: politischer Handlungsspielraum", 8.12.2016, BMUB, Berlin

Präsentationen: Unten finden Sie die vier Präsentationen, die im Rahmen des Workshops von Herrn Felix Müller (UBA), Herrn Ullrich Lorenz (UBA), Herrn Martin Hirschnitz-Garbers (Ecologic Institut) und Frau Dittrich (Ifeu) gehalten wurden:

Projekthintergrund und Motivation UFOPLAN-Vorhaben DeteRess; Felix Müller, UBA

SimRess – Simulation von Ressourceneffizienzpolitik: Ausgangslage – Ergebnisse - Ausblicke; Ullrich Lorenz, UBA

Kernergebnisse aus dem Projekt “Modelle, Potenziale und Langfristszenarien für Ressourceneffizienz (SimRess)“; Martin Hirschnitz-Garbers, Ecologic Institut

Kernergebnisse aus dem Projekt "Strukturelle und produktionstechnische Determinanten der Ressourceneffizienz (DeteRess)“; Monika Dittrich, Ifeu e.V.

Kurzdokumentation: Hier finden Sie nun auch eine Kurzdokumentation der Diskussionsergebnisse aus den Arbeitsgruppen.

 

Die Zukunft im Blick: Trendbericht für eine vorausschauende Ressourcenpolitik

In diesem Trendbericht untersuchen Susanne Langsdorf und Dr. Martin Hirschnitz-Garbers (Ecologic Institut) mehr als 300 Einzeltrends, die zu zwölf Trendthemen zusammengefasst wurden. Sie erörtern deren mögliche Entwicklung und potentielle Bedeutung für die nationale Ressourcenpolitik.

 

Projekt-Flyer SimRess (deutsch)

 

 

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Presentation of the "Resource conservation and resource productivity: modelling approaches for assessment of economy-wide material flows and potential policy impacts ", 7/12/2016, Ecologic Institute, Berlin

 

Looking to the Future: Trend Report for a Forward-Looking
Resource Policy

In this Trend Report Ecologic Institute's Susanne Langsdorf and Dr. Martin Hirschnitz-Garbers analyze more than 300 individual trends, allocated to 12 trend themes. They discuss the potential developments and relevance for German resource policy.

 

Project flyer SimRess (English)

 

First Group Modelling Workshop Report

This report written by Deniz Koca and Harald Sverdrup presents the major outcomes from the first group modelling workshop; as well as an overview of the group modelling work we expect to complete with a series of workshops in Berlin.

Second Group Modelling Workshop Report

This report contain the results of the second group modelling workshop.

 

Full write-up: A Progress Report of the Two SimRess Group Modelling Workshops.